Kölner Dom
Köln und der Dom – das gehört einfach zusammen. Als Weltkulturerbe ist er nicht nur die Sehenswürdigkeit der Stadt schlechthin. Der Dom ist auch das am meisten fotografierte Gebäude Deutschlands überhaupt.
Dabei steht er in seiner heutigen Form erst seit 1880. Bedenkt man, dass bereits im Jahr 1248 der Grundstein zum Dom von Köln gelegt wurde, kann man leicht nachrechnen, wie lange seine Vollendung gedauert hat. Die Kölner haben sich in ihrer unnachahmlichen Art gut 630 Jahre Zeit gelassen, um ihren Dom zu beenden.
Wenn man es genau nimmt, ist der Hohe Dom zu Köln auch heute noch nicht fertig. Irgendein Baugerüst sieht man immer an der Fassade.
Die Tatsache, dass der Kölner Dom niemals ganz komplett sein wird, hat der Sage nach übrigens einen bestimmten Grund. Der erste Dombaumeister, Gerhard von Ryle, soll sich auf eine üble Wette mit dem Teufel eingelassen haben. Jener wollte eher Wasser von Trier nach Köln bringen, als es dem Meister Gerhard gelänge, einen solch großen Dom zu erschaffen. Meister Gerhard glaubte, dass der Teufel kein funktionierendes Aquädukt bauen könne und setzte seine Seele dagegen. Dazu muss man wissen, dass eine Wasserleitung immer wieder Luftlöcher braucht, um das Wasser fließen zu lassen. Der Dombaumeister währte sich auf der sicheren Seite.
Mit Hinterlist und Tücke erschlich sich jedoch der Teufel bei Meister Gerhards Frau wichtige Hinweise darauf, wie sein Vorhaben glücken könne. Als des Teufels Werk vollendet war, verschied Gerhard mit der Verwünschung, dass wenn er den Dom schon nicht beenden würde, dies auch keinem anderen gelingen sollte.
Jeden sei frei gestellt, ob er an diese Geschichte glauben mag. Tatsache ist gleichwohl, dass der Kölner Dom nach wie vor eine Baustelle ist.
Der Hohe Dom zu Köln ist für Besucher täglich geöffnet
von November bis April 6.00 – 19.30 Uhr
von Mai bis Oktober 6.00 – 22.00 Uhr
Im Domforum gegenüber dem Haupteingang bekommen Sie aktuelle Informationen zu Terminen von Führungen.
Besonders interessant und empfehlenswert sind die Kinderführungen, die Führungen über und unter das Dach des Kölner Doms sowie die Führungen für Blinde und Sehbehinderte.
Ganz ohne Geleit kann jeder, der es sich zutraut, die 533 Stufen zu einer Turmspitze erklimmen. Auf dem Weg dorthin passiert er auch das mächtige Geläut des Kölner Doms mit dem 24 000 kg schweren „Dicken Pitter“.
Foto: Jutta Baur
