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Mülheim in Köln: rechtsrheinisches Veedel am Rhein

Mülheim liegt im Norden Kölns auf der rechten Rheinseite und hat eine eigenständige Geschichte als frühere Stadt. Mülheim ergänzt einen Besuch von Dom und Altstadt um rechtsrheinische Stadtgeschichte, Rheinlage und heutige Kulturorte.

Kurzfakten zu Mülheim

  • Mülheim liegt rechtsrheinisch im Norden Kölns.
  • Der Stadtbezirk umfasst neun Stadtteile und ist flächenmäßig weitläufig.
  • Mülheim erhielt 1785 Stadtrechte und wurde 1914 nach Köln eingemeindet.
  • Hafen und Eisenbahnanschluss unterstützten die frühere industrielle Entwicklung.
  • Heute zählen unter anderem Wiener Platz, Kulturbunker, Stadtgarten, Stadthalle, E-Werk und Palladium zu den markanten Orten.
  • Die Mülheimer Gottestracht beginnt an Fronleichnam am Rheinufer unterhalb von St. Clemens.

Die „Schäl Sick“ mit eigener Stadtgeschichte

Der Name Mülheim erinnert an Mühlen am Unterlauf des Strundenerbachs. Die Siedlung erhielt 1785 Stadtrechte, lange bevor sie 1914 Teil Kölns wurde. Die Stadt Köln beschreibt eine lange Rivalität zwischen Mülheim und dem linksrheinischen Köln; die Befestigungen Mülheims wurden in dieser Geschichte mehrfach zerstört. Mülheims Geschichte als eigenständige Stadt prägt bis heute den Charakter des rechtsrheinischen Stadtteils.

Der Stadtbezirk ist weitläufig, deshalb sollten Sie den konkreten Besuchsort als Ausgangspunkt wählen: Ein Besuch am Wiener Platz und ein Termin in einer Veranstaltungshalle können unterschiedliche Wege erfordern. Die Rheinpromenade und der jeweilige Veranstaltungsort geben weitere räumliche Bezugspunkte. Südlich von Mülheim liegt das rechtsrheinische Deutz; Nippes liegt auf der linken Rheinseite.

Vom Hafen- und Industriestandort zum Kulturquartier

Im 20. Jahrhundert bot Mülheim Platz für Industrieunternehmen, als geeignete Flächen in Köln knapp waren. Hafen und Eisenbahnknotenpunkt ermöglichten die Entwicklung großer Werke. Als viele Fabriken in den 1980er- und 1990er-Jahren schlossen, wandelten sich frühere Industrieareale. Die Stadt verweist heute auf junge Unternehmen aus Medien- und IT-Branchen, die dort arbeiten. Dieser Wechsel von Produktion zu neuen Nutzungen ist ein roter Faden, wenn Sie durch den Stadtteil fahren oder seine Veranstaltungsorte besuchen.

Der Kulturbunker ist heute ein Kulturort; E-Werk und Palladium sind weitere Veranstaltungshallen, während Stadtgarten und Stadthalle andere Anlässe für einen Besuch bieten. Bei einem Konzert oder einer Veranstaltung empfiehlt sich die Planung vom konkreten Veranstaltungsort aus: Ein großer Bezirk bedeutet, dass „Mülheim“ allein als Wegangabe zu ungenau ist. Zu den Theater-, Musik- und Bühnenorten in Köln gehören damit sowohl Mülheimer Hallen als auch Spielstätten in anderen Stadtteilen.

Wiener Platz und Orientierung im Viertel

Der Wiener Platz ist einer der wichtigsten Orientierungspunkte in Mülheim. Nutzen Sie ihn als Anker für einen Aufenthalt im zentralen Veedel und kombinieren Sie ihn mit dem jeweiligen Ziel. Der Charakter verändert sich zwischen belebtem Platz, Rheinbereich und früheren Gewerbeflächen.

Mülheim liegt nördlich der Innenstadt am rechten Rheinufer; die Koelnmesse in Deutz befindet sich südlich davon. Für Messetermine in Deutz sind Hotels in Köln mit rechtsrheinischer Lage ein möglicher Ausgangspunkt.

Rhein, St. Clemens und die Gottestracht

Am Mülheimer Rheinufer liegt St. Clemens, die alte Schifferkirche, unterhalb derer die Mülheimer Gottestracht an Fronleichnam beginnt. Die Schiffsprozession an Fronleichnam führt die historische Verbindung des Veedels mit der Schifffahrt fort.

Außerhalb des Veranstaltungstags bietet der Rhein einen landschaftlichen Kontrast zu den ehemaligen Industrieflächen. Die Lage am Ufer und der Weg zur Kirche lassen sich mit einem Besuch im zentralen Mülheim verbinden, sofern Zeit und Route dazu passen. Rheinufer und Kirche verbinden den heutigen Stadtteil mit seiner Geschichte als Schifferort.

FAQ zu Mülheim

Auf welcher Rheinseite liegt Mülheim?

Mülheim liegt auf der rechten Rheinseite im Norden Kölns. Die Innenstadt am Dom liegt gegenüber auf der linken Seite.

War Mülheim früher eine eigenständige Stadt?

Ja. Mülheim erhielt 1785 Stadtrechte und wurde 1914 nach Köln eingemeindet.

Was ist die Mülheimer Gottestracht?

Es ist eine jährliche Schiffsprozession an Fronleichnam. Sie beginnt am Mülheimer Rheinufer unterhalb der Schifferkirche St. Clemens.

Welche Orte passen zu einem Besuch in Mülheim?

Zu den von der Stadt genannten Orientierungspunkten gehören Wiener Platz, Kulturbunker, Stadtgarten mit Stadthalle, E-Werk und Palladium. Wählen Sie nach Anlass und konkretem Ziel, denn der Bezirk ist weitläufig.