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St. Martin und Martinszüge in Köln

Rund um den Martinstag am 11. November gehören Sankt-Martins-Umzüge und Martinsfeuer zur Kölner Brauchtumspflege. Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an Martin von Tours und die Erzählung vom geteilten Mantel. In den Veedeln wird daraus ein gemeinschaftlicher Anlass, der religiöse Überlieferung, Laternenumzug und Nachbarschaft zusammenführt. Die konkreten Züge werden jeweils vor Ort organisiert; die Stadt Köln regelt, wann dafür eine verkehrsrechtliche Erlaubnis erforderlich ist.

Kirche Groß St. Martin und Flusskreuzfahrtschiff am Kölner Rheinufer Groß St. Martin und ein Flusskreuzfahrtschiff am Kölner Rheinufer. Foto: Markus Lenk

Kurzfakten zu St. Martin in Köln

  • Der Gedenktag des heiligen Martin ist der 11. November.
  • Martinsumzüge und Martinsfeuer gehören seit Langem zur Kölner Brauchtumspflege.
  • Für einen Zug ab 500 Teilnehmenden ist eine straßenverkehrsrechtliche Erlaubnis nötig; kleinere Umzüge müssen angezeigt werden.
  • Martin wurde 371 Bischof von Tours; seine Beisetzung am 11. November 397 ist in der kirchlichen Überlieferung bezeugt.

Martin von Tours und die Mantellegende

Martin wurde nach der Überlieferung in Sabaria geboren. Als junger Mann diente er als Soldat im römischen Heer. Die bekannte Erzählung berichtet, dass er am Stadttor von Amiens seinen Mantel mit einem frierenden Armen teilte. Später ließ er sich taufen, wandte sich dem kirchlichen Leben zu und wurde 371 Bischof von Tours.

Die Mantelgeschichte steht für eine konkrete Geste der Hilfe und verbindet den Heiligen bis heute mit dem Motiv des geteilten Mantels. Der Gedenktag knüpft an sein Begräbnis an.

Martinszüge als Veedelsbrauch

Martinszüge und Martinsfeuer bringen den Brauch in die Veedel. Ein Zug macht den Brauch im öffentlichen Raum sichtbar und führt Menschen eines Viertels zu einem gemeinsamen Anlass zusammen. Welche Route, Zeit und Begleitung zu einem einzelnen Zug gehören, legt dessen jeweilige örtliche Organisation fest.

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Verkehrsrechtliche Regeln für Veranstaltende

Für die Organisation gelten in Köln klare Schwellen: Martinsumzüge mit weniger als 500 Teilnehmenden müssen der Stadt angezeigt werden. Ab 500 Teilnehmenden ist eine straßenverkehrsrechtliche Erlaubnis notwendig. Diese Vorgaben greifen, weil der Zug den öffentlichen Verkehrsraum nutzt; Route und Termin legt die jeweilige Veranstaltung fest.

Treffpunkt und Ablauf eines einzelnen Zuges veröffentlicht dessen lokale Organisation, etwa eine Schule, Kita oder Gruppe.

St. Martin im Zusammenhang mit Kölner Brauchtum

Die Martinszüge gehören zu den Kölner Veedelsbräuchen, deren lokale Eigenarten auch in den Bühnenfiguren Tünnes und Schäl und in der kölschen Sprache Ausdruck finden.

FAQ zu St. Martin und Martinszügen

Welche Kölner Kirche ist Martin von Tours geweiht?

Die romanische Kirche Groß St. Martin am Rheinufer ist Martin von Tours geweiht und prägt das gleichnamige Altstadtviertel. Sie hält die Erinnerung an den Heiligen das ganze Jahr über im Stadtbild präsent.

Ab welcher Größe braucht ein Martinszug eine Erlaubnis?

In Köln ist für Umzüge ab 500 Teilnehmenden eine straßenverkehrsrechtliche Erlaubnis erforderlich. Veranstaltungen mit weniger Teilnehmenden müssen der Stadt angezeigt werden.

Wer organisiert die Kölner Martinszüge?

Die einzelnen Veranstaltungen werden lokal organisiert. Schulen, Kindertagesstätten, Vereine und andere Gruppen können beteiligt sein; die konkrete Ankündigung nennt den jeweiligen Veranstalter.

Was erzählt die Mantellegende?

Martin soll in Amiens seinen Mantel mit einem frierenden Armen geteilt haben. Die Erzählung prägt bis heute das Bild des Heiligen als Vorbild des Teilens.