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Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK)

Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) verbindet europäisches Kunsthandwerk mit internationalem Design und Bildender Kunst. Zu den Sammlungsschwerpunkten zählen Möbel, Schmuck, Glas, Keramik, Mode und Designobjekte; aktuell stehen „Kunst + Design im Dialog“ und die Schmuckpräsentation im Mittelpunkt des Besuchs. Durch Gegenüberstellungen verschiedener Epochen wird deutlich, wie Künstlerinnen, Künstler und Gestalter ähnliche Fragen zu Form, Material und Funktion unterschiedlich beantworten.

Kurzfakten zum MAKK

  • Das Museum wurde 1888 als Kunstgewerbemuseum gegründet.
  • Es ist das zweitälteste Museum der Stadt Köln.
  • Die Sammlung umfasst 13 übergeordnete Schwerpunkte, darunter Textilien, Möbelkunst, Schmuck, Glas, Design und Buchkunst.
  • Die Designsammlung wird seit den 1920er-Jahren in Ausstellungen thematisiert und seit 1932 gesammelt.
  • Das heutige Museumsgebäude von Rudolf Schwarz und Josef Bernard wurde 1957 vollendet.

Wenn Alltagsgegenstände zu Gestaltung werden

Angewandte Kunst liegt nahe am täglichen Leben. Ein Stuhl muss tragen, ein Gefäß etwas aufnehmen, Kleidung den Körper umgeben – zugleich können Proportion, Material und Oberfläche eine ästhetische Aussage bilden. Im MAKK verbinden sich Gebrauchszweck, Proportion, Material und Oberfläche zu Gestaltung. Besucher können nachvollziehen, wie Handwerk, technische Möglichkeiten und Geschmack die Formen einer Epoche prägen.

Die Sammlung umfasst Textilien und Mode, Möbelkunst, Schmuck, Porzellan, Keramik, Glas und Metallkunst ebenso wie Malerei, Bildhauerei, Grafik, Plakat und Buchkunst. Für den Besuch sind die aktuell gezeigten Schwerpunkte entscheidend: „Kunst + Design im Dialog“ stellt Werke verschiedener Medien gegenüber, während „Faszination Schmuck“ rund 370 Exponate von altorientalischen Gemmen bis zu zeitgenössischen Arbeiten vereint. Die historischen Sammlungen bleiben wegen Sanierung und Neukonzeption geschlossen.

Kunst und Design im Dialog

Eine zentrale Sammlungspräsentation setzt angewandte und freie Kunst in Beziehung. Gegenüberstellungen wie Piet Mondrian und Gerrit Rietveld, Oskar Schlemmer und Ludwig Mies van der Rohe oder Christo und Ron Arad lenken den Blick auf parallele Entwicklungen.

Damit entsteht ein anschaulicher Zugang auch für Besucher, die keine Designgeschichte studiert haben. Ein Möbel lässt sich als Gebrauchsobjekt und als räumliche Form betrachten; ein Kunstwerk kann seinerseits auf Materialien und Produktionsweisen verweisen, die auch im Handwerk wichtig sind. Der Rundgang bietet Anknüpfungspunkte für Gespräche darüber, was eine Gestaltung praktisch macht und wodurch sie zugleich Ausdruck gewinnt.

Schmuck und die lange Geschichte persönlicher Gestaltung

Die Sammlungsschau „Faszination Schmuck“ versammelt rund 370 Exponate und spannt einen Bogen von altorientalischen Gemmen des fünften Jahrtausends vor Christus bis zu zeitgenössischen Schmuckarbeiten. Die Arbeiten machen sichtbar, wie Material, Technik und Form Schmuck über verschiedene Epochen prägen. Die Objekte erlauben es, Veränderungen in handwerklichem Können und ästhetischen Vorlieben über lange Zeiträume zu vergleichen.

Dieser Schwerpunkt ergänzt die Betrachtung größerer Objekte wie Möbel und Raumgestaltung. Gerade kleine Arbeiten zeigen, wie präzise Gestaltung sein kann: Oberfläche, Fassung und Materialwirkung werden auf engem Raum erfahrbar. Wer den Blick zwischen Schmuck, Design und Kunst wechselt, erkennt, wie breit das Spektrum des Museums angelegt ist.

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Das Museumsgebäude nahe dem Dom

Der Museumsbau steht unweit des Kölner Doms. Rudolf Schwarz und Josef Bernard entwarfen das Gebäude, das 1957 als Museumsbau in moderner Architektursprache vollendet wurde. Seine Lage erleichtert die Verbindung mit einem Stadtrundgang und weiteren Kulturorten der Innenstadt. Das MAKK lässt sich deshalb gut mit einem Besuch im Museum Ludwig, im Wallraf-Richartz-Museum oder im nahe gelegenen Kolumba kombinieren.

Auch die Museumsgeschichte spiegelt bürgerschaftliches Sammeln: Den Grundstock bildeten Bestände, die aus dem Wallraf-Richartz-Museum übertragen wurden; Stiftungen, Ankäufe und Schenkungen erweiterten die Sammlungen. Das erklärt, warum das Haus mehrere Sammlungstraditionen zusammenführt und unterschiedliche Perspektiven auf Gestaltung nebeneinander zeigen kann.

Was Sie vor dem Besuch einplanen

Das MAKK ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet und rollstuhlgerecht zugänglich. Die Dauerausstellung kostet laut aktueller Besucherinformation 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; die Historischen Sammlungen bleiben wegen Sanierung und Neukonzeption geschlossen.

Für die Auswahl hilft die Frage, ob Sie vor allem Design, Schmuck oder einen breiten Überblick über angewandte Kunst suchen. „Kunst + Design im Dialog“ eignet sich zum Vergleichen verschiedener Medien; die Schmuckpräsentation bietet einen engeren thematischen Fokus. Wer daran anschließend eine kunsthistorische Sammlung vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert erleben möchte, kann das Wallraf-Richartz-Museum einplanen.

FAQ zum MAKK

Wofür steht die Abkürzung MAKK?

MAKK steht für Museum für Angewandte Kunst Köln. Das Haus sammelt und präsentiert Kunsthandwerk, Gestaltung, Design und weitere Kunstformen.

Was ist im MAKK zu sehen?

Aktuell zeigt das MAKK „Kunst + Design im Dialog“ sowie „Faszination Schmuck“ mit rund 370 Arbeiten. Die Sammlung umfasst darüber hinaus Textilien, Möbel, Keramik, Glas, Metallkunst, Grafik und Buchkunst; die Historischen Sammlungen sind wegen Sanierung und Neukonzeption geschlossen.

Was bedeutet „Kunst + Design im Dialog“?

Die Präsentation stellt Werke aus Kunst und Design nebeneinander, um gemeinsame Themen und unterschiedliche Lösungen einer Zeit sichtbar zu machen, etwa bei Mondrian und Rietveld oder Schlemmer und Mies van der Rohe.

Wie lässt sich das MAKK mit anderen Kölner Museen verbinden?

Durch die Lage nahe dem Dom bietet sich eine Innenstadt-Route mit Kolumba, dem Museum Ludwig oder dem Wallraf-Richartz-Museum an.