Römisch-Germanisches Museum

Römisch-Germanisches Museum Köln Das Römisch-Germanische Museum Köln östlich des Kölner Doms und nahe dem Hauptbahnhof

Römisch-Germanisches Museum Köln. Das Römisch-Germanische Museum liegt in Köln, nur wenige Meter südlich des Doms. Mit seinen Artefakten aus vorgeschichtlicher, römischer und fränkischer Zeit zählt es zu den bedeutendsten Archäologiemuseen in ganz Europa. Besonders hervorzuheben sind die Sammlungen römischer Gläser und völkerwanderungszeitlichem Schmuck. Das besondere Präsentationskonzept macht das Römisch-Germanische Museum Köln zu einem der meist besuchten Museen in Deutschland.

Das Römisch-Germanische Museum wurde am 20. Oktober 1946 vom Rat der Stadt Köln gegründet. Hervor ging es aus den Römischen und Germanischen Abteilungen des Wallraf-Richartz-Museum, ebenfalls in Köln. Die Sammlungen umfassen derzeit etwa drei Millionen Fundobjekte.

1967 wurde die Ausstellung „Römer am Rhein“ in der neu errichteten Kunsthalle von Direktor Otto Doppelfeld eröffnet. Darunter Artefakte wie das 1960 an der Stolberger Straße gefundene Diatretglas und der 1964 erworbene kleine, gläserne Augustuskopf. Die beiden Artefakte zählen heute zu den Höhepunkten beim Museumsbesuch.

Ebenfalls im Jahr 1967 wurde an der Südseite des Domchors mit dem Bau des Römisch-Germanischen Museums in Köln begonnen. Das Gebäude wurde auf den Mauern der 1941 entdeckten römischen Stadtvilla mit dem berühmten Dionysos-Mosaik errichtet, und zwar genau an der Stelle der Kaiserpfalz aus dem Mittelalter. Das von Hugo Borger entwickelte Ausstellungskonzept wurde ab 1972 in die Bauarbeiten eingebracht. Die thematische Anordnung der Steindenkmäler und die neue Darbietung von Gläsern und Schmuck machten das Museum weltbekannt. 1974 wurde das Römisch-Germanische Museum in seiner heutigen Bauform eröffnet.

Seit 1978 heißt der Direktor des Römisch-Germanischen Museums Hansgerd Hellenkemper, der schon mehrere bedeutende Ausstellungen an die Rheinmetropole holte. Darunter waren der „Schatz von San Marco“, „Glas der Caesaren“, „Neue Welt der Griechen“ und „Qumran, die Schriftrollen vom Toten Meer“.

Die ältesten Artefakte im Römisch-Germanischen Museum stammen aus der Zeit vor etwa 100.000 Jahren und geben Aufschluss über die Lebensweise der Menschen damals. Zu sehen sind Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit in Köln, im Rheinland und ausgewählten Fundorten in Europa. Funde zum römischen Alltagsleben führen den Besucher mitten in die römische Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Römische Architekturteile, Inschriften, zahlreiche Porträts – darunter Bildnisse der Kaiserpaares Augustus und Livia und die Mutter der Stadtgründerin Agrippina die Ältere – vermitteln eine Vorstellung der Stadtentwicklung des römischen Köln, vom Zentralort der germanischen Ubier zur Stadt römischen Rechts und Hauptstadt der kaiserlichen Provinz Niedergermanien. Mosaiken und Wandmalereien bezeugen die reiche Ausstattung der Häuser. die Götterkulte italischen und einheimischen, aber auch orientalischen Ursprungs werden durch Bildwerke aus Stein, Bronze und Ton lebendig.

Köln war zu Zeiten der Römer führend in der Glasproduktion, was durch das Diatretglas, etwa 340 n. Chr., mit seinem filigranartigen farbigen Netzwerk belegt ist. Auch in Sachen Schmuck haben die Sammlungen einen besonderen Rang. Römischer und frühmittelalterlicher Schmuck aus Bernstein, Gagatschnitzereien, Gemmen und Kameen können im Römisch-Germanischen Museum besichtigt werden. Neben der Ständigen Ausstellung gibt es weitere verschiedene Sonderausstellungen, deren Besichtigung man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

Adresse und Info des Römisch-Germanischen Museums Köln:

Roncalliplatz 4
50667 Köln
Telefon 0221-221/2 44 38 und 0221/2 45 90
Fax 0221-221/2 40 30
E-Mail roemisch-germanisches-museum@stadt-koeln.de
URL http://www.museenkoeln.de/roemisch-germanisches-museum

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr,
jeden ersten Donnerstag im Monat von 10 Uhr bis 22 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise:

Ständige Sammlung inklusive Sonderausstellungen Erwachsene EUR 7,-, ermäßigt EUR 4,-
Freien Eintritt zur ständigen Sammlung haben:
Kölner Kinder bis 18 Jahre
alle Schülerinnen und Schüler inklusive zwei Begleitpersonen
KölnPass-Inhaber und
Geburtstagskinder mit Wohnsitz Köln am Tag ihres Geburtstages.
An jedem 1. Donnerstag im Monat haben die Einwohner Kölns freien Eintritt in die Ständige Ausstellung.

Parkplätze:

Parkplätze für Pkw gibt es im Parkhaus am Dom, Einfahrten sind in der Trankgasse und Bechergasse,
in der Tiefgarage Rheingarten, Einfahrt Bahndamm-Tunnel und
im Parkhaus Groß St. Martin, Einfahrt Große Neugasse
Bei Anreise mit regionaler und überregionaler Bahn, S-Bahn und U-Bahn an der Haltestelle Hauptbahnhof Köln aussteigen.

 

Stand Oktober 2011

 

Foto: www.koeln-netz.com

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