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Geschichte der Universität zu Köln

Die Universität zu Köln verbindet eine mittelalterliche Gründung mit einer langen Unterbrechung und dem Aufbau eines neuen Hochschulstandorts im 20. Jahrhundert. Ihre Geschichte ist eng mit der Stadt verbunden: Köln trug die frühe Universität, verlor sie in der Franzosenzeit und setzte die Pläne für eine Hochschule später erneut um. Die Entwicklung reicht von den Gründungsrechten des 14. Jahrhunderts über die Handelshochschule bis zu den Gebäuden des heutigen Universitätsviertels in Lindenthal.

Kurzfakten zur Geschichte der Universität zu Köln

  • Die erste Kölner Universität wurde 1388 mit den Rechten von Papst Urban VI. gegründet.
  • Unter französischer Besatzung wurde sie 1798 aufgelöst.
  • Die 1901 gegründete Handelshochschule bereitete den erneuten Hochschulaufbau vor.
  • 1919 wurde die Universität zu Köln mit Zustimmung der preußischen Regierung wiedergegründet.
  • Der heutige Universitätsstandort in Lindenthal entwickelte sich mit dem Neubau ab 1929.

Die erste Universität Kölns ab 1388

Im Jahr 1388 erhielt der Rat der freien Stadt Köln von Papst Urban VI. die Rechte zur Gründung einer Universität. Damit wurde Köln zu einem Hochschulstandort, dessen Geschichte weit vor die heutige Universität und den Campus in Lindenthal zurückreicht. Die Stadt war Trägerin der Gründung; die institutionelle Geschichte blieb dadurch eng mit kommunalen Entscheidungen verbunden.

Die erste Universität bestand bis 1798. Unter französischer Besatzung wurde sie aufgelöst. Während der Franzosenzeit entstand zwar eine Zentralschule mit dem Namen „Université de Cologne“, doch auch sie wurde wieder aufgehoben. Die beiden Einschnitte markieren den Unterschied zwischen der mittelalterlichen Universität und der späteren Neugründung: Der Name blieb in der Stadtgeschichte präsent, der Hochschulbetrieb musste jedoch neu aufgebaut werden.

Handelshochschule und Wiedergründung 1919

Im 19. Jahrhundert rückte die Idee einer neuen Universität zunächst in den Hintergrund, besonders nachdem die Universität Bonn gegründet worden war. Die Stadt Köln griff das Thema später wieder auf. 1901 entstand eine selbständige Handelshochschule als Vorläuferin der neuen Universität. In den folgenden Jahren kamen eine medizinische Akademie und eine Verwaltungsfachschule hinzu. So wuchs ein Bestand an Hochschuleinrichtungen, auf den der spätere Aufbau aufsetzen konnte.

Nach dem Ersten Weltkrieg verfolgte die Stadt die Wiedergründung erneut. 1919 erhielt Köln mit Zustimmung der preußischen Regierung wieder eine Universität zu Köln. Die Geschichte dieser Neugründung gehört in die Umbruchzeit nach dem Ende des Kaiserreichs und zeigt die Rolle der Stadt bei der Entwicklung des Hochschulstandorts.

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Der Campus in Lindenthal entsteht

Mit dem geplanten und später gebauten Universitätskomplex verlagerte sich die Hochschulgeschichte sichtbar nach Lindenthal. 1929 wurde im Inneren Grüngürtel der Grundstein für das neue Universitätsgebäude gelegt. Damit entwickelte sich zugleich das Universitätsviertel, das den Stadtteil bis heute prägt. Der Campus umfasst dabei unterschiedliche Bauphasen und Nutzungen.

Zu den älteren und prägenden Gebäuden zählen die alte Mensa aus den 1950er-Jahren und das Philosophikum aus den 1970er-Jahren. Auch frühere Villen und andere Bestandsgebäude wurden für Institute genutzt. Die Architekturgeschichte des Viertels lässt sich deshalb an verschiedenen Gebäudetypen ablesen: Neubauten im und am Inneren Grüngürtel stehen neben umgenutzten Häusern entlang des Weyertals. Die Ansiedlung der Universität prägte Lindenthal nachhaltig und veränderte seine Struktur.

Universitätsgeschichte und Stadtentwicklung

Der Campus im Universitätsviertel in Lindenthal verbindet Neubauten mit umgenutzten Bestandsgebäuden. Zum Hochschulleben gehören öffentliche Vorträge und Wissenschaftsveranstaltungen; die Universität bewahrt wissenschaftliche Bestände in Sammlungen und Museen.

FAQ zur Universitätsgeschichte

Seit wann wurde die Wiederbegründung erwogen?

Die Idee lässt sich bis 1815 zurückverfolgen. Nach der Gründung der Universität Bonn rückten die Kölner Überlegungen zunächst in den Hintergrund, bevor Handelshochschule und weitere Einrichtungen den Weg zur Wiedergründung bereiteten.