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Groß St. Martin in Köln: Kirche und römische Spuren

Die Türme von Groß St. Martin prägen gemeinsam mit dem Dom die Kölner Rheinansicht. Das Gelände auf einer ufernahen Rheininsel war schon in römischer Zeit bebaut; später entstand hier ein Kloster. Unter der romanischen Basilika sind diese unterschiedlichen Bauphasen eng miteinander verbunden.

Kurzfakten zu Groß St. Martin

  • Die Basilika liegt in der Altstadt nahe dem Rhein.
  • Groß St. Martin gehört zu den zwölf romanischen Kirchen Kölns.
  • Im 1. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Anlage mit vertiefter Fläche und Wasserbecken; im 2. Jahrhundert entstanden römische Lagerhallen.
  • Das Kloster wurde im 10. Jahrhundert gegründet; der romanische Neubau der Basilika begann im 12. Jahrhundert.
  • Unter der Kirche sind archäologische Fundamente zugänglich gemacht.

Ein Kirchenstandort über römischen Bauresten

Der Standort von Groß St. Martin gehört heute zur Altstadt und lag in römischer Zeit auf einer ufernahen Rheininsel. Im 1. Jahrhundert n. Chr. befand sich hier eine Fläche mit Wasserbecken von etwa 34 mal 17 Metern und 1,7 Metern Tiefe; im 2. Jahrhundert wurde das Gelände verändert und mit einem Hofraum sowie vier Lagerhallen bebaut. Die Lage nahe dem Rheinufer verbindet den Fundort mit der römischen Rheinvorstadt.

Die römischen Vorgängerbauten sind heute in der Unterkirche zu besichtigen. Besichtigungen finden außerhalb der Gottesdienst- und Gebetszeiten statt; montags ist die Kirche geschlossen. Ausgrabungen der 1960er und 1970er Jahre erschlossen die Bauphasen; darüber setzt sich die Geschichte mit der romanischen Basilika fort.

Vom Kloster zur romanischen Basilika

Die gesicherte Gründung des Klosters fällt ins 10. Jahrhundert. Der sichtbare romanische Neubau der Basilika begann im 12. Jahrhundert. Über mehrere Jahrhunderte diente die Kirche als Abteikirche eines Benediktinerklosters; nach der Säkularisation wurde sie als Pfarrkirche genutzt.

Die romanische Formensprache unterscheidet sich vom gotischen Dom. Massive Baukörper, Rundbögen und die markante Gruppierung der Türme geben Groß St. Martin eine eigene Wirkung am Rhein. Die zwölf romanischen Kirchen Kölns liegen halbkreisförmig um die Innenstadt; der Kölner Dom zeigt dazu die gotische Bauweise.

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Lage und Spaziergang durch die Altstadt

Groß St. Martin befindet sich in der Altstadt nahe dem Rheinufer und ist von den zentralen Wegen rund um Dom und Hauptbahnhof gut in einen Stadtrundgang einzubauen. Vom Dom führt der Weg durch die historische Innenstadt in Richtung Rhein. Damit lässt sich die Basilika mit einer Uferpause oder weiteren historischen Orten verbinden, ohne einen eigenen Ausflug außerhalb des Zentrums zu benötigen.

Die römischen Baureste stammen von einer ufernahen Rheininsel. Ein Vergleich mit St. Gereon oder St. Maria im Kapitol führt zu weiteren romanischen Bauformen; die Altstadt und Innenstadt verbindet diese Orte mit Dom und Rheinufer.

So planen Sie den Besuch

Für die Besichtigung lassen sich drei Perspektiven verbinden: das Äußere der Basilika vom Rhein, der Innenraum und die archäologischen Spuren unter dem Bau. Die Ausgrabungen machen den Ort besonders interessant für Gäste, die römische Stadtgeschichte und mittelalterliche Kirchenarchitektur gemeinsam erleben möchten.

Wenn Sie nur wenig Zeit haben, kombinieren Sie Groß St. Martin mit Dom und Altstadt, statt mehrere Kirchen quer durch die Stadt auf einmal einzuplanen. Bei einem längeren Kulturspaziergang lässt sich die Basilika als Station in einer Route zu romanischen Kirchen aufnehmen. Museen und Kulturorte in Köln ergänzen den Altstadtspaziergang um Sammlungen und Ausstellungen.

FAQ zu Groß St. Martin

Welche römischen Funde liegen unter Groß St. Martin?

Unter der Basilika sind die Baureste einer römischen Anlage zugänglich. Sie umfasst eine ummauerte Platzanlage mit Wasserbecken sowie vier Lagerhallen aus dem 2. Jahrhundert.

Wann entstand die heutige Basilika?

Das Kloster wurde im 10. Jahrhundert gegründet. Der romanische Neubau der Basilika begann im 12. Jahrhundert.

Wo liegt Groß St. Martin?

Die Kirche liegt in der Kölner Altstadt nahe dem Rheinufer und lässt sich mit Dom und historischen Innenstadtwegen verbinden.

Was macht den Besuch besonders?

In der Unterkirche sind römische Vorgängerbauten zu besichtigen; darüber erhebt sich die romanische Basilika mit ihrem markanten Vierungsturm.